Handball
Uli Schaus zurück im Tor – „Es hat noch ein bisschen gekribbelt“
Geplant hat Schaus, der Geschäftsführer der WEMAG ist, sein Comeback nicht: Im August des vergangenen Jahres stieg er ins Training der Eichenzeller Bezirksoberliga-Handballer ein, um sich lediglich ein wenig fit zu halten. Da er beruflich stark eingebunden ist, schafft er es alle ein bis zwei Wochen einmal ins Training. „Ich habe festgestellt, dass es wichtig ist“, meint der ehemalige Bundesligaspieler. Männer-Coach Toni Aha und Abteilungsleiter Axel Sondermann, kennen den 60-jährigen Eichenzeller schon seit vielen Jahren und sprachen ihn dann an, doch für den TLV aufzulaufen. In der vergangenen Woche ging dann alles ganz schnell. Der Pass wurde beantragt, sodass der Keeper am Sonntag erstmals für die Eichenzeller auflaufen konnte. „Es hat schon noch ein bisschen gekribbelt. Wenn man trainiert, will man ja auch irgendwann spielen“, erzählt Schaus, der sich beim TLV wohl fühlt. „Er ist sich nicht zu schade dafür, hier in Eichenzell zu spielen“, freut sich Trainer Toni Aha über die Verstärkung für sein Team: „Er ist schon eine Koryphäe und macht unseren zwei Torhütern noch richtig etwas vor.“
Große Erwartungen oder Hoffnungen hat Schaus nicht: „Ziel ist es für mich, dass es mir und allen anderen Spaß macht und wir gewinnen.“ Wichtig sei zunächst, dass sich die Mannschaft noch mehr finde, da sie häufig in veränderten Besetzungen spielen musste. Er selbst will so lange wie möglich noch im Tor des Bezirksoberligisten stehen. „Ich will, solange die Knochen mitmachen, spielen“, berichtet Schaus.
Der 60-Jährige war vor seinem Comeback gegen Vulkan Vogelsberg letztmals vor eineinhalb Jahren aktiv und spielte bis dahin beim TV Gelnhausen, wo er mit Unterbrechungen rund 20 Jahre seiner aktiven Laufbahn verbrachte. Von der Bezirksliga B bis zur 2. Bundesliga und von der ersten bis zur dritten Mannschaft durchlebte er beim TVG Höhen und Tiefen. Highlights in seiner Karriere waren die Spiele in der A-Nationalmannschaft sowie die vier Jahre in der 1. Bundesliga, in der er für Hüttenberg und Düsseldorf zwischen den Pfosten stand. Foto: Christine Görlich
Auch Ingram wieder am Ball
Ebenfalls 60 Jahre alt ist Lauritz Ingram, Trainer der Fuldaer Basketballer. Und auch er ist am Sonntag auf das Feld zurückgekehrt. Wegen personeller Probleme bei den Roadrunnern streifte sich der US.Amerikaner beim Bezirksliga-Gastspiel der zweiten Fuldaer Mannschaft das Trikot über.



