Tennis
Neues rund um die gelbe Filzkugel aus der ganzen Welt
Rittner stellt bestes Team seit mehr als 15 Jahren auf
Hamburg – Mit der besten deutschen Mannschaft seit mehr als 15 Jahren will Barbara Rittner die mit Spannung erwartete Fed Cup Erstrundenbegegnung gegen die Titelverteidigerinnen aus Tschechien gewinnen. Die deutsche Teamchefin hat für die Partie vom 4. bis 5. Februar in der Stuttgarter Porsche-Arena Sabine Lisicki (WTA 14), Julia Görges (WTA 21), Angelique Kerber (WTA 27) und Doppelspezialistin Anna-Lena Grönefeld (WTA Doppel 60) nominiert. Seit 1996, als mit Steffi Graf und Anke Huber die Nummer eins und fünf der Welt zusammen gespielt haben, war keine deutsche Damentennis-Nationalmannschaft mehr so hochkarätig besetzt. „Sabine stand für mich nie zur Debatte und auch meine Entscheidung zugunsten von Julia und Angelique habe ich frühzeitig getroffen“, kommentiert Barbara Rittner die ersten drei Namen auf ihrer Nominierungsliste. „Angelique hat unglaubliche Monate hinter sich, ist sehr stabil in die neue Saison gestartet und hat sich ihre Chance mehr als verdient. Gleiches gilt für Julia, die 2011 das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere gespielt hat und im Fed Cup zuletzt wichtige Siege einfahren konnte. Sabine hat für Deutschland immer Top-Leistungen gezeigt und stand nie zur Diskussion.“ Ihre Entscheidung zugunsten von Anna-Lena Grönefeld begründet die deutsche Teamchefin mit dem Hinweis auf das möglicherweise entscheidende Doppel: „Anna ist nicht nur eine erfahrene Fed Cup Spielerin, als Doppelspezialistin eröffnet sie mir vor allem viele Möglichkeiten, ein erfolgreiches Doppel aufzustellen. Sie hat in der Vergangenheit immer verlässlich ihre Leistung gebracht und ist mit ihrer Ruhe und positiven Art enorm wichtig für das Team.“
Trotz der verletzungsbedingten Absage der deutschen Nummer eins, Andrea Petkovic, glaubt Barbara Rittner an den ersten Einzug einer deutschen Mannschaft in ein Fed Cup Halbfinale seit 1995: „Die anderen Mädels haben jetzt die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen. Natürlich haben wir mit den Titelverteidigerinnen aus Tschechien das schwerstmögliche Los erwischt, aber wir wollen unsere Chance nutzen, die Partie gewinnen und unserem gemeinsamen Ziel, dem Gewinn des Fed Cup Titels, einen großen Schritt näher kommen.“
Tickets für die Fed Cup Partie Deutschland gegen Tschechien sind telefonisch unter 0711 2 555 555 sowie im Internet auf www.easyticket.de erhältlich. Tageskarten sind ab 15 Euro, Dauerkarten ab 25 Euro zu haben. Für Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren gelten ermäßigte Preise.
DTB und Porsche investieren in die Zukunft des Damentennis
Hamburg – Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat mit Porsche einen neuen Premium-Partner gewonnen. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Engagement der Porsche AG umfasst den deutschen Damen-Nachwuchs sowie die Damentennis-Nationalmannschaft. Das „Porsche Team Deutschland“ startet am 4. und 5. Februar gegen Tschechien in die neue Fed Cup Saison, die Juniorinnen-Nationalmannschaft (U16) des DTB tritt zukünftig als „Porsche Talentteam Deutschland“ auf.
„Es ist eines unserer wichtigsten Ziele in den kommenden Jahren, das deutsche Damentennis wieder dauerhaft in der Weltspitze zu etablieren“, so DTB-Präsident Dr. Karl-Georg Altenburg. „Die Kooperation mit Porsche ermöglicht es uns, die Rahmenbedingungen hierfür zu optimieren und in die Nachwuchsarbeit zu investieren. Hier gilt es insbesondere das Förderprogramm für unseren Damen-Nachwuchs mit den notwendigen Maßnahmen zu versehen.“
Für die Porsche AG ist die Partnerschaft mit dem DTB ein wesentlicher Bestandteil der Sponsoring-Konzeption, die unter anderem auch den Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart umfasst. „Wir wollen, dass die deutschen Spielerinnen auch als Team erfolgreich sind“, sagt Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Von den Erfolgen der Spitzenspielerinnen profitiere auch der Tennis-Nachwuchs in Deutschland, dessen Entwicklung Porsche ebenfalls sehr am Herzen liegt. Matthias Müller: „Es macht jungen Menschen sehr viel mehr Spaß, Tennis zu spielen, wenn sie Vorbilder haben. Wir wollen dazu beitragen, dass es diese Vorbilder auch in Zukunft gibt.“
Für das neue Team an der Spitze des Deutschen Tennis Bundes ist die Kooperation mit Porsche der erste Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft des DTB. „Die Premium-Partnerschaft mit der Porsche AG ist ein Meilenstein für den Deutschen Tennis Bund. Gerade in der derzeitigen Phase eines Neuanfangs ist die Unterstützung durch die Wirtschaft besonders wichtig“, betont DTB-Hauptgeschäftsführer Stephan Brune. "Wir haben hervorragende sportliche Konzepte und wollen die Aufbruchsstimmung im deutschen Tennis nutzen, um sie umzusetzen. Ich freue mich, dass Porsche uns dabei unterstützt, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des deutschen Damentennis zu stellen.“
Drei Deutsche im Achtelfinale von Melbourne
Hamburg – Bei den Australian Open sind mit Philipp Kohlschreiber, Sabine Lisicki und Julia Görges die letzten deutschen Profis in der Runde der besten 16 ausgeschieden. Während sich die beiden Fed Cup Damen dennoch über ihr bislang bestes Ergebnis beim ersten Grand Slam Turnier des Jahres freuen durften, verlor der gebürtige Augsburger auch sein drittes Achtelfinale nach 2005 und 2008.
Kohlschreiber verpasste den Einzug in sein erstes Australian Open Viertelfinale durch ein 4:6, 2:6, 1:6 gegen den an Position elf gesetzten Argentinier Juan Martin del Potro. In den Runden zuvor hatte der bayerische Weltranglisten-33. sowohl gegen den Kolumbianer Alejandro Falla als auch in seinem Auftaktmatch gegen die Nummer 25 der Setzliste, Juan Monaco aus Argentinien, eine überzeugende Vorstellung abgeliefert. Die Generalprobe für die Davis Cup Erstrundenpartie in Bamberg gewann Kohlschreiber mit 7:5, 4:6, 6:3, 6:7 (4:7), 6:0, anschließend profitierte er gegen Falla bei einer 6:0, 4:0-Führung von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners.
Im Damen-Wettbewerb waren es Julia Görges und Sabine Lisicki, auf die sich am Ende die deutschen Hoffnungen konzentrierten. Sabine Lisicki zog mit Siegen gegen die Schweizerin Stefanie Vögele, Shahar Peer aus Israel und die Russin Svetlana Kuznetsova in ihr erstes Achtelfinale bei den Australian Open ein, musste sich dann jedoch in einem hochklassigen und hart umkämpften Match der an Nummer vier gesetzten Maria Sharapova aus Russland mit 6:3, 2:6 3:6 geschlagen geben.
Julia Görges erreichte "Down Under" zum ersten Mal in ihrer Karriere die Runde der besten 16 bei einem Grand Slam Turnier. Nachdem die 22 Jahre alte Schleswig-Holsteinerin im vergangenen Jahr auf den vier größten Tennisbühnen der Welt jeweils in der dritten Runde ausgeschieden war, schaffte sie dieses Mal in Melbourne mit einem 3:6, 6:3, 6:1-Erfolg über Romina Oprandi aus Italien den Einzug in das Achtelfinale. In den Runden zuvor hatte sich die norddeutsche Nummer 22 der Setzliste gegen die Slowenin Polona Hercog und Eleni Daniilidou aus Griechenland durchgesetzt. Dass es am Ende nicht für einen Platz in der Runde der letzten Acht reichte, dafür sorgte die polnische Weltranglisten-Sechste Agnieszka Radwanska, der Julia Görges mit 1:6, 1:6 unterlag.
Über das beste Grand Slam Ergebnis ihrer Karriere durfte sich auch Mona Barthel aus Neumünster freuen. Die 21 Jahre alte Überraschungssiegerin des WTA-Turniers von Hobart profitierte in ihrem Auftaktmatch beim Spielstand von 6:0 von der Aufgabe ihrer britischen Gegnerin Anne Keothavong und setzte sich anschließend mit 7:5, 6:3 gegen die an Position 32 gesetzte Tschechin Petra Cetkovska durch. Das Aus kam schließlich in Runde drei, als Barthel mit 2:6, 4:6 gegen die spätere Siegerin und neue Nummer eins der Welt, Victoria Azarenka aus Weißrussland, verlor.
Phau gewinnt Challenger in Heilbronn
Hamburg – Björn Phau hat als Ungesetzter die mit 85.000 Euro dotierten HeilbronnOpen gewonnen. Der 32jährige aus Weilerswist behauptete sich im Finale des ATP-Challengers mit 6:7 (4:7), 6:3, 6:4 gegen den belgischen Qualifikanten Ruben Bemelmans, nachdem er zuvor im Halbfinale seinen Landsmann Dominik Meffert aus Ettringen ebenfalls in drei Sätzen mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:3) aus dem Feld geschlagen hatte.
Mit Cedrik-Marcel Stebe schaffte es in Heilbronn ein weiterer Deutscher bis in die Vorschlussrunde. Die 21jährige Nummer zwei der Setzliste aus Vaihingen/Enz verpasste jedoch nach Siegen gegen seine Landsleute Simon Greul, Benjamin Becker und Michael Berrer durch ein 5:7, 3:6 gegen den Belgier Bemelmans den Einzug in das Finale. Im Doppel durfte das schwedisch-dänische Team Johan Brunström und Frederik Nielsen den Pokal mit nach Hause nehmen. Die beiden gewannen das Finale mit 6:3, 3:6, 10:6 gegen Treat Conrad Huey von den Philippinen und Dominic Inglot aus Großbritannien.
HEAD German Masters Series: Pfizenmaier siegt in Kaarst
Hamburg – Dinah Pfizenmaier heißt die Gewinnerin des HEAD German Masters Series Turniers in Kaarst. Die 20 Jahre alte Kamenerin behauptete sich im Finale der mit 10.000 US-Dollar dotierten Segro International vor rund 500 Zuschauern mit 6:4, 6:4 gegen die an Nummer drei gesetzte Belgierin Alison van Uytvanck.
Obwohl die aktuelle Deutsche Meisterin durch eine Rückenverletzung angeschlagen ins Spiel gegangen war, hatte van Uytvanck letztlich keine Chance gegen das druckvolle Grundlinienspiel der Westfälin: "Gestern gegen Jana Nabel war es schlimmer, da hat mir Jana durch Fehler geholfen. Heute aber ging es mit dem Rücken schon viel besser. Außerdem hat man bei einem Finale doch mehr Adrenalin im Blut, als bei einem normalen Spiel."
Auf dem Weg zum Titel in Kaarst hatte die an Nummer zwei gesetzte Pfizenmaier keinen Satz abgegeben und unter anderem im Halbfinale ihre Landsfrau Jana Nabel mit 6:2, 6:2 hinter sich gelassen. "Ich will in Zukunft jetzt bei den größeren Turnieren angreifen und vor allem in die Qualis der Grand Slams kommen", so die Weltranglisten-265. über ihre zukünftigen Turnierplanungen.
In der parallel ausgetragenen und mit 15.000 US-Dollar dotierten Herrenkonkurrenz in Kaarst setzte sich der Niederländer Jesse Huta Galung nach seinem 6:1, 3:2-Aufgabesieg gegen den topgesetzten Jan Mertl aus Tschechien die Krone auf. Beste deutsche Teilnehmer bei der Hallenveranstaltung waren Oscar Otte und Alexander Flock, die sich jeweils in der Runde der besten Acht geschlagen geben mussten. Der 18 Jahre alte Kölner Otte unterlag dem an Nummer drei gesetzten Österreicher Philipp Oswald mit 6:7 (6:8), 3:6, für den 28jährigen Bergisch Gladbacher Flock kam das Aus mit 4:6, 1:6 gegen den späteren Sieger Huta Galung.
Im Herren-Doppel durften die Zuschauer in der Kaarster TESPO einen deutschen Erfolg bejubeln. Das an Nummer drei gesetzte Duo Alexander Flock und Nils Langer aus Affalterbach holte sich durch einen 6:4, 6:3-Sieg gegen das topgesetzte italienischösterreichische Team Marco Crugnola und Philipp Oswald den Titel. Bei den Damen standen am Ende die Russinnen Margarita Gasparyan und Anna Smolina ganz oben auf dem Treppchen. Sie hatten im Doppel-Finale mit 6:7 (2:7), 6:2, 10:8 gegen Alexandra Artamonova und Marina Melnikova, ebenfalls aus Russland, gewonnen.
Steinherr auf Mallorca im Halbfinale
Hamburg – Jasmin Steinherr hat sich beim ITF-Turnier auf der Insel Mallorca als Ungesetzte bis in die Vorschlussrunde gespielt. Den Sprung in das Finale der mit 10.000 US-Dollar dotierten Sandplatzveranstaltung verpasste die 23jährige aus München durch ein 5:7, 3:6 gegen Barbara Sobaszkiewicz aus Polen.
Auf dem Weg in die Runde der besten Vier hatte sich Steinherr zuvor souverän präsentiert und zwei gesetzte Spielerinnen aus dem Wettbewerb verabschiedet. Sowohl bei ihrem 6:2, 6:2-Zweitrundensieg gegen die an Nummer sieben gesetzte Simona Dobra aus Tschechien als auch bei ihrem 7:5, 6:2-Viertelfinalerfolg über die georgische Nummer vier der Setzliste, Sofia Kvatsabaia, hielt sich Steinherr schadlos. Das Erreichen des Halbfinals ist für die deutsche Nummer 554 der Welt der größte Erfolg seit dem vergangenen Mai, als sie sich in Istanbul den Titel sichern konnte.
Zverev weiter erfolgreich
Hamburg – Eine Woche nach dem Gewinn seines ersten Titels auf dem ITF Junior’s Circuit hat Alexander Zverev (Uhlenhorster Hockey-Club) beim Jugendturnier im Sultanat Oman die Runde der besten Vier erreicht. Dort unterlag der an Nummer fünf gesetzte Hamburger dem eine Position besser eingestuften Sergis Kyratzis aus Zypern denkbar knapp mit 7:6 (8:6), 4:6, 5:7.
Zuvor hatte Zverev drei glatte Zwei-Satz-Siege in Folge gefeiert und unter anderem den an Nummer zwei gesetzten Zyprioten Konstantinos Ilia im Viertelfinale mit 6:1, 6:1 vom Platz gefegt.
Im Doppel gelang dem Bruder von Tennisprofi Mischa Zverev der Sprung in das Endspiel der Hartplatzveranstaltung in Muscat. Dort musste er sich gemeinsam mit dem Usbeken Anton Djamalov dem belgisch-zypriotischen Duo Michael Geerts und Sergis Kyratzis mit 5:7, 5:7 beugen.
Ellerbrock in Melbourne unter den besten Vier
Hamburg – Sabine Ellerbrock hat beim Rollstuhl-Wettbewerb der Australian Open das Halbfinale erreicht. Die 36 Jahre alte Bielefelderin setzte sich in der Runde der letzten Acht mit 6:1, 7:5 gegen die Weltranglisten-Neunte Yui Kamiji aus Japan durch, verpasste anschließend jedoch den Einzug in die Vorschlussrunde durch ein 0:6, 2:6 gegen die topgesetzte Niederländerin Esther Vergeer.
Auch in der Doppelkonkurrenz war für die westfälische Nummer sechs der Rollstuhltenniswelt im Halbfinale Schluss. Hier musste sich Ellerbrock zusammen mit Yui Kamiji erneut der Weltranglisten-Ersten Ersther Vergeer und ihrer Partnerin Sharon Walraven geschlagen geben. Das deutsch-japanische Duo unterlag der niederländischen Paarung mit 1:6, 1:6.
Turniere in dieser Woche (30. Januar bis 5. Februar 2012):
WTA
Fed Cup, Erstrundenbegegnungen der Weltgruppe und Weltgruppe II sowie der Europa/Afrika-, Amerika- und Asien/Ozeanien-Gruppen
ATP
Open Sud de France, Montpellier/Frankreich, ATP World Tour 250, 398.250 Euro Preisgeld, Hartplatz
PBZ Zagreb Indoors, Zagreb/Kroatien, ATP World Tour 250, 398.250 Euro Preisgeld, Hartplatz
VTR Open, Vina del Mar/Chile, ATP World Tour 250, 398.250 US-Dollar Preisgeld, Sand


