Tischtennis
Bundesliga – Maberzell gelingt Revanche gegen Plüderhausen
Für die Entscheidung sorgte Jan-Ove Waldner dank einer furiosen Aufholjagd gegen den 20-jährigen Philipp Floritz, gegen den er am vergangenen Samstag noch die entscheidende und enttäuschende 2:3-Niederlage hatte hinnehmen müssen. Ein zweites Mal wollte sich der Schwede dann jedoch nicht vorführen lassen, auch wenn es zunächst danach aussah: Floritz hatte im dritten Spiel des Tages bereits mit 2:0 geführt und die beiden Sätze sogar deutlich mit 11:7 und 11:4 für sich entschieden. Doch angefeuert vom heimischen Publikum gab Waldner nun noch einmal alles, sicherte sich den dritten Satz knapp mit 11:8 und glich mit einem 11:7 schließlich aus. Richtig spannend wurde es dann noch einmal im fünften Satz, in dem Floritz der Tischtennis-Legende immer Paroli bieten konnte. Doch der Altmeister wollte sich nicht noch einmal eine solche Niederlage wie im Pokal-Halbfinale erlauben und bezwang das Nachwuchstalent schließlich knapp mit 11:9. Bei zwei anschließenden Ehrenrunden durch die Wilmingtonhalle wurde „Waldi“ dementsprechend frenetisch gefeiert: „Die Halle hat getobt. Er hat das Spiel mit dem letzten Einsatz noch für sich entschieden, denn er wollte einfach auch unbedingt gewinnen“, freute sich Präsident Stefan Frauenholz über den Kampfesgeist Waldners und den damit verbundenen Sieg.
Umgedreht, allerdings ebenfalls mit Happy End aus Sicht der Maberzeller, war das Match zwischen Robert Svensson und Aleksandar Karakasevic verlaufen: Svensson hatte sein Gegenüber in den ersten beiden Sätzen bereits mit 11:5 und 11:9 bezwungen, war dann jedoch noch einmal ins Rudern geraten. Karakasevic glich mit zwei 11:8-Siegen aus und so bangte der stolze Vater noch einmal um den Sieg. Womöglich haben am Ende noch einmal die Gedanken an das neugeborene Töchterchen Tilda die letzten Kräfte freigesetzt, denn letztlich sicherte Svensson seinem Team mit einem 11:8-Satzerfolg den nächsten Punkt. Für die 2:0-Führung hatte zuvor Spitzenspieler Wang Xi gesorgt, der Thomas Keinath in vier Sätzen (11:5; 11:7, 4:11, 11:4) mit 3:1 bezwungen hatte.
In der Tabelle haben die auf Rang zwei liegenden Maberzeller durch den Sieg sogar Boden gut gemacht, schließlich gelang es Borussia Düsseldorf, den Spitzenreiter aus Saarbrücken erstmals zu bezwingen. Frauenholz kam dieses Ergebnis jedoch alles andere als gelegen: „Ich hatte mir einen Sieg von Saarbrücken gewünscht, da Düsseldorf uns im Nacken sitzt. Ganz oben angreifen wird schwer, da müssten wir am nächsten Sonntag schon in Saarbrücken gewinnen“. Für das Gipfeltreffen ist somit jedoch zumindest alles angerichtet.



