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Osthessen Sport | Osthessen Zeitung
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Freitag 03. Februar 2012

Fussball  

Klirrende Kälte lässt Oliver Bunzenthal die Snowboots auspacken

Osthessen (vg) – Die klirrende Kälte hat die osthessischen Fußballer in diesen Tagen fest im Griff. Wenn die Kicker abends den Trainingsplatz betreten, herrschen mittlerweile Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Dementsprechend sind einige Trainer derzeit auf der Suche nach Alternativen, wobei einige Mannschaften ihre Einheiten dennoch wie geplant unter freiem Himmel durchziehen.

In Hünfeld ist die Motivation trotz des Wetters groß, schließlich fiebert die Verbandsliga-Mannschaft ihrem Hessenpokal-Auftritt am Faschingssamstag entgegen. Mittrainieren wird nun sogar Coach Oliver Bunzenthal – allerdings nicht, um selbst gegen die Usinger TSG das Trikot überstreifen zu können, sondern um den Trainingsplatz nicht als Eis-Klotz verlassen zu müssen: „Sonst hältst du es als Trainer ja momentan nicht mehr aus. Ich hatte mir eigentlich in diesem Jahr vorgenommen, die Snowboots im Schrank zu lassen, um mir die Kommentare meiner Spieler zu ersparen – aber ich glaube, ich werde sie jetzt doch besser auspacken“, schmunzelt der Coach. Die Hünfelder haben zumindest den Vorteil, dass in den Vereinsräumlichkeiten auch eine Sauna untergebracht ist: „Sie wird auch fleißig genutzt, da lege ich auch wert drauf“, so Bunzenthal, der zudem auch wieder die eine oder andere „Einheit“ in der Kissalis-Therme in Bad Kissingen vorgesehen hat. Bereits am Samstag wird in der Sauna oder den wohlig warmen Schwimmbecken relaxt. Bislang wurde vor allem an der Ausdauer und der Koordination gearbeitet: „Da muss man im Moment eben drauf achten, dass die Spieler immer in Bewegung bleiben und es nur wenige Pausen gibt“, erklärt der HSV-Trainer.

Ein erstes Testspiel bestreiten am heutigen Abend die Verbandsliga-Kicker des TSV Lehnerz. Während in der Bundesliga derzeit wieder Strumpfhosen zu bewundern sind, möchte Trainer Rolf Gollin keinen seiner Spieler nur in kurzer Hose sehen: „Für das Spiel müssen wir auch schauen, dass sich alle vernünftig anziehen, sonst ist ja auch das Verletzungsrisiko einfach zu groß. Wir können ja die Trikots über den Trainingsanzug ziehen. Ich erwarte da auch von dem Schiedsrichter, dass er da nachgiebig ist“. Auch wenn die Lehnerzer sich also ein wenig wärmer einpacken werden, hat sich bislang noch keiner der Spieler angesichts der Temperaturen lieber ins Warme verkrümelt: „Die Spieler sind alle da und das motiviert natürlich alle Beteiligten. Man darf sich einfach nicht unterkriegen lassen“, betont Gollin, der die komplette Woche über täglich draußen trainieren hat lassen. Fitnessstudiotermine seien im Moment ohnehin nur schwer zu bekommen. Zumindest werden die Lehnerzer sich nun jedoch um das eine oder andere Hallentraining bemühen oder auch im Schwimmbad ihre Bahnen ziehen.

Was die Fitnessstudios im Raum Fulda betrifft, musste zumindest Fit&Fun zuletzt die Reißleine ziehen: „Wir haben im Moment täglich ungefähr 1000 Mitglieder in den Studios. Die letzten Jahre haben wir für die Fußballer immer eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining angeboten, was jedoch immer für Unmut bei unseren Mitgliedern gesorgt hat. Zum Beispiel weil Fahrräder belegt waren und so weiter“, erklärt Marketing- und Vertriebsleiter Marcus Lehmann. Derzeit würden zahlreiche Trainer, die selbst Mitglieder wären, bei Fit&Fun anfragen, „aber wenn wir einem zusagen, dann sind die anderen beleidigt“, schildert Lehmann die Problematik, die dazu geführt hat, dass die Einheiten für Fußballteams nun nicht mehr angeboten werden können.


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