Lokales
Fuldaer Antoniusheim feiert Fastnacht mit den Dirloser Gückeln
Bereits zum fünften Mal wurde die Turnhalle des Antoniusheims am Dienstag in einen Narrensaal verwandelt. Den begeisterten Mädchen und Jungen stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Als Superman, Cowboy, Biene Maja, Teufel, Indianer, Pipi Langstrumpf oder Prinzessinnen verkleidet, erlebten die Schüler mit Behinderung einen Vormittag, den sie so schnell nicht vergessen werden. Als der Sprecher der „Dirloser Gückel“, Rainer Klüber, mit den Worten „ein dreifaches Kikeriki“ die Meute begrüßte, jubelten die Kids aus vollem Leib – von nun an gab es kein Halten mehr. Bis zum Umfallen wurde getanzt, gesungen und geklatscht. Förmlich über kochte die Stimmung, als die Dirloser Tanzgarde ihren diesjährigen Gardetanz präsentierte. Ohrenbetäubender Applaus brachte den Saal zum Brodeln.
Und noch etwas hatten die Dirloser den Kindern mitgebracht – als kleines Gastgeschenk überreichten Gückel Jörg, der 22. aus der konstruktiven Sektbar, und seiner Prinzessin Jutta, die 22. von Rhön und Rhein, den Kids jede Menge Süßigkeiten. Auch über leckere Kräppel, die auch in diesem Jahr von der Bäckerei Storch gesponsert wurden, konnten sich die rund 60 Kinder sowie 15 Betreuer und Praktikanten freuen. „Wir kommen sehr gerne hier her und man sieht ja was hier los ist“, erzählt Klüber, für den es selbstverständlich war, die Tradition des Einmarschs im Antoniusheim auch in diesem Jahr aufrecht zu erhalten. Nachdem alle Süßigkeiten genascht und ein kräftiger Schluck O-Saft genommen wurde, konnte die nächste Schunkelrunde eingeläutet werden. Immer wieder zwischen den Liedern wurde die Musik unterbrochen und „ein dreifaches Kikeriki“, übertönte den Lärmpegel in der Halle.
„Die Kinder fahren voll drauf ab“, freut sich Schulleiter Hanno Henkel über das Kommen der Dirloser. Der Kontakt zwischen der Antonius-von-Padua-Schule und den Dirloser Gückeln ist übrigens durch einen Schüler entstanden – Noah, ein Neffe des Dirlosers Norbert Jehn, konnte vor fünf Jahren seinen Onkel davon überzeugen, mal im Antoniusheim „vorbeizuschauen“. Seit diesem Tag hat sich die Tradition gehalten. Noah wurde wie Schulleiter Henkel auch mit dem Sticker-Orden geehrt. „Es ist schön zu sehen, wie sich der Dirloser Geselligkeitsverein mit den Kindern identifiziert. Das Engagement ist für unsere Kinder sehr wichtig. Und ohne gäbe es diese tolle Veranstaltung ja gar nicht“, so Henkel weiter. Schon heute ist die Freude auf die nächste Kampagne da und die Kinder werden mit großer Spannung und Freude dem Fastnachtsdienstag mit den Dirloser Gückeln entgegenfiebern.

































































