Fussball
Patrick Schaaf: „Habe mich gut eingelebt in Frankfurt“
„Es ist natürlich alles viel größer und professioneller in Frankfurt. In Flieden war alles familiärer. Man hatte nicht den Leistungsdruck, wie es im Leistungsbereich eines Bundesligisten, wo alle Jungs auf das gleiche Ziel hinarbeiten, üblich ist. Jedoch komme ich mit diesem Druck klar und kann jetzt auf meine Erfahrung aus den fünf Jahren in Mönchengladbach zurückgreifen. Es war aber eine schöne Zeit in Flieden, durch die ich diese Chance bekommen habe“, so der 22-Jährige.
Nicht nur menschlich sondern auch sportlich hat der defensive Mittelfeldspieler, der bei der Eintracht zurzeit eher als Verteidiger agiert, bei den Adlerträgern bislang überzeugt. „Ich habe bisher beide Saisonspiele von Anfang an bestritten und war mit den jeweiligen Leistungen auch zufrieden, jedoch weiß ich auch, dass dies schon wieder Vergangenheit ist. Nun heißt es im Training wieder Gas zu geben, damit ich auch beim nächsten Spiel wieder von Anfang an das Vertrauen von meinem Trainer bekomme“, erzählt Schaaf, der gegen 1860 München II sein Startelf-Debüt in der Regionalligamannschaft von Oscar Corrochano feierte. Über ein Saisonziel wollte uns der gebürtige Engelröder nicht viel sagen. „Fest steht, dass wir mit den zwei Siegen natürlich einen super Start hatten und so etwas natürlich Selbstvertrauen gibt. Jedoch denken wir da eher von Spiel zu Spiel und konzentrieren uns jetzt erst mal auf Wormatia Worms. Wo wir am Ende stehen, liegt ganz alleine an uns“, erzählt Schaaf, der von der neuen Mannschaft begeistert ist: „Fußballerisch ist das Team richtig gut besetzt. Es macht einfach Spaß, mit den Jungs zu kicken und zu arbeiten. Man muss bei so einer Leistungsdichte jedoch jeden Tag aufs Neue sein ganzes Können abrufen.“ Auch die harte Vorbereitung hat Schaaf nichts ausgemacht. „Wir haben in diesen Wochen jeden Tag trainiert. Meistens sogar zwei Mal pro Tag“.
Zu den Profis besteht bisher noch kein Kontakt. „Darüber mache ich mir aber auch keine Gedanken, erst einmal muss ich mich weiter in der Regionalliga beweisen und meine Leistungen konstant bringen, der Rest kommt dann von alleine“, meint Schaaf, der aber auch hinzufügt: „Es kann schnell gehen, bei dem Spiel gegen Hoffenheim saßen sowohl interne als auch externe Verantwortliche auf der Tribüne, was in der Regionalliga keine Seltenheit ist. Es ist nicht so, als würde die U23 keinen Stellenwert haben. Ganz im Gegenteil, die Mannschaft wird ganz genau beobachtet.“
Seinen momentanen Wohnort will Schaaf (noch) nicht aufgeben: Er pendelt jeden Tag mit dem Zug von Fulda nach Frankfurt. Wohnhaft ist der 1,86 Meter große Mittelfeldakteur, der noch hin und wieder in einem Fuldaer Sportgeschäft arbeitet, mit seiner Freundin in Steinbach. „Ich habe nur einen Ein-Jahres-Kontrakt unterschrieben. Wenn die Zusammenarbeit über mehrere Jahre passt, kann ich mir auch Gedanken über einen Umzug machen“, so Schaaf.
Foto: Eintracht Frankfurt



